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ROLF GLASMEIER – EINE RETROSPEKIVE

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ROLF GLASMEIER – EINE RETROSPEKIVE

Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt (Hrsg.) (2008): Rolf Glasmeier. Retrospektive. Ingolstadt:  Kerber Verlag.

mit einem Vorwort von
Tobias Hoffmann

mit einem Textbeitrag von
Ines Bauer

ISBN: 978-3-86678-184-9
Format: 26,00 × 26,00 cm
Seiten: 144
Abbildungen: 144 farbige und 137 s/w Abbildungen
Cover: Hardcover, gebunden
Sprachen:

Deutsch

→ Kerber Verlag

 
BESCHREIBUNG — Das gesamte künstlerische Schaffen von Rolf Glasmeier ist geprägt durch die Vereinigung von scheinbar Gegensätzlichem, das Überschreiten von Grenzen und Aufheben traditioneller Kategorien, die Freiheit zur Veränderung. Im Mittelpunkt seiner Kunst steht immer der Mensch und seine Lebensumgebung. In seinen frühen Arbeiten, den Kaufhaus-Objekten, setzt Glasmeier industriell in Serie gefertigte Alltagsgegenstände als künstlerische Elemente ein und schafft interaktive Werke, die Bekanntes in einem anderen Kontext zeigen und auf Veränderbarkeit ausgelegt sind. Während er in seinen Plakatgestaltungen und der architekurbezogenen Gestaltung den Einfluss der Ulmer Hochschule deutlich zeigt, verfolgt er in anderen Werken, wie beispielsweise seinen Fotografien einen freieren Ansatz. Indem er mit Spiegelungen, Reflexionen und Schatten vergängliche Ausschnitte der Wirklichkeit festhält, zeigt er, was im alltäglichen Fluss des Wahrnehmens oft untergeht. Das ändert den Blick, öffnet die Augen, schärft die Wahrnehmung des Betrachters. Die Technikbegeisterung der Sechziger Jahre ist im Frühwerk spürbar, aber nicht zentral, wie spätere Arbeiten zeigen. Ab Mitte der Siebziger Jahre ändert sich der Materialschwerpunkt im Werk Glasmeiers. Die Elemente der Konsumgesellschaft treten zugunsten natürlicher Materialien in den Hintergrund. Mit der Verwendung von Fundstücken nähert sich Glasmeier archaischen Kunstformen, wobei er die rationale strukturalistische Herangehensweise mit dem intuitiven Ansatz vereint und die Auseinandersetzung mit der Struktur auf universale Fragen ausweitet. Text Ines Bauer

 

 

 

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Zitat der Mail von 30 Mai 2009
 

Das Museum für Konkrete Kunst kann sich erneut über die Auszeichnung eines Ausstellungsplakates freuen. Nach 2007 hat abermals ein Entwurf des Ingolstädter Designers Darius Gondor beim Wettbewerb »100 beste Plakate 08« gewonnen.

Prämiert wurde das Plakat zur Ausstellung »Retrospektive – Rolf Glasmeier«.

100 beste Plakate 2008

Das Plakat für die Ausstellung »Retrospektive – Rolf Glasmeier« im Museum für Konkrete Kunst ist unter die 100 besten Plakate des Jahres gewählt worden. Bei diesem jährlich stattfindenden Wettbewerb werden die besten Plakate professioneller Gestalter, Grafikbüros, Werbeagenturen und Studierender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet. Alle 100 Gestalter gelten hier mit ihren prämierten Entwürfen als gleichberechtigte Sieger. In diesem Jahr wurde das Ausstellungsplakat des Museums für Konkrete Kunst aus 1521 eingereichten Einzelplakaten ausgewählt.

Anstatt mit einem einzelnen Bild der Ausstellung als Motiv zu werben, greift Gondor in seinem Entwurf Charakteristika der Kunst Rolf Glasmeiers auf. Umgesetzt sind diese Merkmale in einem die gesamte Plakatfläche einnehmenden Schriftzug. Unterschiedlich geformte Holzstücke sind so auf neun gleichgroßen schwarzen Rechtecken angeordnet, dass Buchstaben den Namen des Künstlers ergeben.

Mit den Holzstücken und deren Anordnung nimmt Gondor Bezug auf die Verwendung von Fundstücken und Materialien aus der Natur in Glasmeiers Kunst. So verweist das Plakat auf Kunstwerke in der Ausstellung, in denen Fundstücke verarbeitet sind, die in der modernen Konsumgesellschaft keine Funktion haben und als Abfall gelten. Auch mit den schwarzen Rechtecken, welche die Basis für die Buchstaben bilden, bezieht sich Gondor auf ein zentrales Gestaltungsprinzip Glasmeiers – die serielle Reihung.

Für den Betrachter des Plakats ergibt sich zudem ein interessantes optisches Wechselspiel: Werden die schwarzen, rechteckigen Flächen zunächst als Hintergrund für die in ihrer haptischen Struktur hervortretenden Holzstücke wahrgenommen, rücken sie durch die Formung der Buchstaben im Auge des Betrachters nach einiger Zeit in den Vordergrund.

Die »100 besten Plakate« werden ab Sommer 2009 in Berlin, Essen, Luzern und Wien gezeigt. Im Jahrbuch »100 beste Plakate 08 Deutschland Österreich Schweiz«, das im Juni im Verlag Hermann Schmidt Mainz erscheint, werden alle Gewinner abgebildet.